Was haben Kirchen am Schlüsselloch des Schlafzimmers zu suchen? Warum interessieren sich Kirchen so neugierig für Sex? In der evangelischen Kirche entzündet sich ein erbitterter Streit an einer Orientierungshilfe zur Familienpolitik. Wenige Textpassagen, in denen das traditionelle Bild der Familie erweitert wird, lassen streng konservative Kreise wütend aufgebehren. Vor allem der Vorschlag, homosexuelle Paare (und…

Wer also meint, einen solchen machen zu müssen, ist sich nicht sicher, ob er schon aufgewacht ist. Diarmuid Martin, Erzbischof von Dublin und Primas von Irland, meint, dass ein solcher Realitäts-Check für seine Kirche notwendig ist: „Wir (…) brauchen einen Realitäts-Check und dürfen nicht weiter die Realität verleugnen.“ Was ist passiert? Irland – ein römisch-katholisch…

Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Lima-Erklärung „Taufe, Eucharistie und Amt – Konvergenzerklärungen der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen“ ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe, die elf Kirchen am 29. April 2007 im Dom zu Magdeburg im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich unterzeichnet haben, ein wichtiger ökumenischer Schritt. Mehr lesen: MD_2007-3_Leitartikel_Taufanerkennung

Die Entfernung vom Vatikan zur Synagoge von Rom etwas flussabwärts auf der anderen Seite des Tibers ist nicht sehr groß. „Aber es dauerte zweitausend Jahre, sie zu überwinden“, sagte der ehemalige Oberrabiner Roms Prof. Elio Toaff am 13. April 1986 bei dem Besuch von Johannes Paul II. in der römischen Synagoge. An diesem Tag betrat…

Schon die sehr kurzfristige Ankündigung eines „Briefings zu einem Thema bezüglich der Beziehungen zu den Anglikanern“ durch die Sala Stampa am Spätnachmittag des 9. Oktober 2009 für den darauf folgenden 20. Oktober war eine ungewöhnliche Aktion. Doch was Kardinal Levada, der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, mitzuteilen hatte, löste große Überraschung und viele Fragen…

Nach einem Jahrtausend der Trennungen und Spaltungen brach die Zeit der kirchlichen Sammlung an. Während das 19. Jahrhundert zu Recht als das Jahrhundert der Mission bezeichnet wurde, lässt sich das 20. Jahrhundert als „Das Jahrhundert der ökumenischen Bewegung“ beschreiben. Die Griechen verstanden unter „ökumene“ den vom Menschen erschlossenen Lebensraum der Erde. Auf weltlichem Gebiet werden heute stattdessen Begriffe wie „international“ und „universal“ angewendet, während auf geistlichem Gebiet der Begriff „ökumenisch“ eine weite Verwendung erfährt, ja mitunter geradezu revolutionär gebraucht wird. Schon in der vorchristlichen Antike kannte man dieses Wort, gemeint war damit die zivilisierte Menschheit, die damals mit dem römischen Reich identisch verstanden wurde.

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland e.V. (ACK) ist ein Zusammenschluss christlicher Kirchen, um die ökumenische Zusammenarbeit teils zu fördern, teils zu fordern, Spuren auf dem Wege zur Einheit der Kirchen zu verfolgen und zukünftig zu ziehen. Die Gründung erfolgte in Kassel an 1. März 1948 noch vor der Zusammenkunft der ersten Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Amsterdam. Die ACK repräsentiert gegenwärtig ca. 50 Mio. Christen in Deutschland. Grundlegen und verbindlich sind „Die Leitlinien für die ökumenische Zusammenarbeit in den Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene“ wurden auf der Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main, 17. Oktober 2012, in 2. Aufl. beschlossen.

Franziskus lebte ihn einer Zeit, als die „Imitatio Christi“ die Frömmigkeit prägte. Was ihn aber von anderen Persönlichkeiten seiner Zeit unterschied, war die Radikalität, in welcher er dies tat. Nachdem er in seiner frühen Zeit das ausschweifende Leben eines Sohnes reicher Eltern führte, richtete er nach seiner Bekehrung seinen Lebensstil nach der Lebensweise Jesu aus. Dabei orientierte er sich nicht am dogmatischen Jesus, wie ihn die Theologie der Kirche lehrt, sondern an dem, mit dem er sich identifizieren konnte: dem menschlichen Jesus, der am Kreuz gestorben ist, einsam und gescheitert.

Im Jahr des 25-jährigen Jubiläums der Lima-Erklärung “Taufe, Eucharistie und Amt – Konvergenzerklärungen der Kommission für Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen” ist die wechselseitige Anerkennung der Taufe, die elf Kirchen am 29. April 2007 im Dom zu Magdeburg im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes unterzeichnet haben, ein wichtiger ökumenischer Schritt.

Freikirchen sind zu einem Thema kritischer medialer Diskurse geworden und werden dabei häufig in einen Zusammenhang mit der Ausbreitung evangelikaler Bewegungen und mit Fundamentalisierungsprozessen der christlichen Religion gestellt. Ein nicht geringer Teil der Informationsanfragen, die an evangelische und katholische Weltanschauungsbeauftragte gerichtet werden, bezieht sich auf neue christliche Gemeinschaftsbildungen. Die etablierten Kirchen und Gemeinschaften sind mit einer neuen stilistischen Vielfalt in den Ausdrucksformen christlicher Frömmigkeit konfrontiert. Migration, Mission und religiöse Globalisierung verschärfen nicht nur kulturelle, weltanschauliche und religiöse Pluralisierungsprozesse.