Im Februar 2024 fand die „14th Conference of the European Research Network on Global Pentecostalism (GloPent)“ zum Thema „Pentecostalism and Gender“ statt. Sie wurde organisiert von der Abteilung „Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie“ an der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg, die von Prof. Dr. Michael Bergunder geleitet wird. Federführend waren seine beiden Mitarbeiterinnen Dr. Judith Bachmann und Dr. Anna Kirchner. Unter den Teilnehmer*innen waren auch ehemalige Mitarbeiter des Lehrstuhls Bergunder wie Dr. habil. Jörg Haustein (Associated Professor in Cambridge), Prof. Dr. Giovanni Maltese (noch Hamburg, künftig Erlangen) und Prof. Dr. Yan Suarsana (Bremen).

Die drei Keynotes wurden von Wissenschaftler*innen vom Princeton Theological Seminary, der Universität Cambridge und der University of North Carolina at Chapel Hill gehalten. Die Themen waren: „Queering Azusa: Towards Pentecostal Fugitivity“; „Gendering the Pentecostal God“ und „Excursions in the Pentecostal Making and Remaking of Men“. Sowohl hier als auch in den zugehörigen Responses sowie in den zahlreichen Workshops beteiligten sich Forscher*innen aus verschiedensten Disziplinen und unterschiedlicher nationaler und kultureller Hintergründe. Dazu gehörte auch der frühere Geschäftsführer des Ev. Bundes Bayern, Prof. Dr. Moritz Fischer (Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg).

Dr. Lothar Triebel, Selina Fucker, Prof. Dr. Moritz Fischer (c) Konfessionskundliches Institut Bensheim

Der Freikirchenreferent des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim (KI), Dr. Lothar Triebel, der an der Konferenz teilnahm, freute sich, dort auch eine der Mitorganisatorinnen der diesjährigen Tagung des Jungen Forums Freikirchen, Selina Fucker, zu treffen. Diese Tagung wird sich unter dem Titel „Taufe, Abendmahl, Lobpreis – Sakramente in Freikirchen?“ u.a. auch pfingstkirchlicher Theologie und Praxis widmen. Termin und Ort: 5.-7.9.2024 in der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel.

Es beeindruckt, was der Heidelberger Knoten im Netzwerk pfingstkirchlicher Forschung GloPent leistet. Zu dessen früheren Doktoranden gehört auch ein Forscher, der aus einer Elim-Gemeinde kommt, sowie ein Pastor der Gemeinde Gottes in Deutschland. Für die deutschsprachige Theologie und für das kirchliche ökumenische Miteinander wäre es hilfreich, wenn noch mehr akademisch hoch qualifizierte pfingstkirchliche Gesprächspartner*innen zur Verfügung stünden.

Lothar Triebel