
Mario Fischer, Christina-Maria Bammel, Richard Janus (v.l.)
Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Am Samstag wurde Dr. Christina-Maria Bammel im Braunschweiger Dom in ihr neues Amt als Landesbischöfin eingeführt. In ihrer Predigt zeichnete sie das mutmachende Bild des himmlischen Jerusalems nach – ein Bild, dass sich in den blauen Chorfenstern des Braunschweiger Doms finden lässt und das Hoffnung macht, auch vor Ort aus der Hoffnung einer veränderten Gesellschaft und einer Welt ohne Krieg, Hass und Gewalt zu leben und unsere Welt zu gestalten: ob in Schöppenstedt, Bad Gandersheim, Salzgitter oder Wolfenbüttel. Der neuen Landesbischöfin gelang es, das hoffnungsvolle Gegenbild des Evangeliums, das seit den Anfängen des Christentums Menschen gegen den deprimierenden Anschein der Welt aufstehen lässt, mit Leben zu füllen.
Christina-Maria Bammel war zuvor seit 2019 Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und damit Mitglied der Kirchenleitung und auch Stellvertreterin des Berliner Bischofs Christian Stäblein. Die 53-jährige promovierte Theologin war sowohl Pfarrerin, als auch Referentin in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der EKBO und leitete von 2015 bis 2019 das Referat Kirchliches Leben im Konsistorium der EKBO.
Bammel wurde Ende vergangenen Jahres als Nachfolgerin von Landesbischof Dr. Christoph Meyns gewählt, der im Juli 2025 in den Ruhestand trat. Meyns war zugleich auch Vorsitzender des Kuratoriums des Konfessionskundlichen Instituts. Auch in dieser Funktion wird die Landesbischöfin ihrem Vorgänger nachfolgen.
Daher nahmen an der Einführung auch der Generalsekretär des Evangelischen Bundes PD Dr. Richard Janus und der Leiter des Konfessionskundlichen Instituts Dr. Mario Fischer teil und überbrachten dabei auch die Grüße des Präsidenten Dr. h.c. Christian Schad.
Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel wird vom 1.-3. Oktober 2026 an der Generalversammlung des Evangelischen Bundes in Berlin zum Thema „Die Zukunft des Sozialen. Weltweit, in Europa und Deutschland“ teilnehmen und eine Bibelarbeit halten.
