Die Dynamik der Ökumene liegt im Evangelium Jesu Christi. Wo Nachfolge Jesu Christi ernst genommen wird, wird auch das Ärgernis der Trennung unter seinen Nachfolgern ernst genommen. Das betrifft den einzelnen Christen wie auch die christlichen Kirchen und Gemeinschaften insgesamt.

Nun wird seit Jahren über Ermüdungserscheinungen im ökumenischen Miteinander geklagt. Entsprechende Symptome sind zweifellos vorhanden, betreffen aber vor allem die „alten“ Kirchen. Dabei wird oft nicht zur Kenntnis genommen, dass der ökumenische Gedanke gleichsam am linken Rand der „Konfessionskirchen“ unter verschiedenartigen Bedingungen neu an Dynamik gewonnen hat oder gewinnt.

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Im „Handbuch Religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche (VELKD) aus dem Jahre 2006 wird die „Neuapostolische Kirche“ (NAK) noch unter der Rubrik „Christliche Sekten“ vorgestellt, d.h. ihr wird mit dieser Zuordnung unterstellt, dass sie einen starken Konformitätsdruck nach innen und eine starke Abgrenzung nach außen praktiziere. Diese Einschätzung – begründet vor allem in „Sonderlehren“ der NAK – galt seit ihrer Entstehung als Abspaltung aus der „Katholisch-apostolischen Gemeinde“ im späten 19. Jahrhundert. Wegen häufiger Lehränderungen war es allerdings schwierig, die gerade geltende Lehre der NAK zu klären. Dies hat sich jetzt durch die am 4. Dezember 2012 erfolgte öffentliche Vorstellung eines neuen Katechismus verändert. Mit dem Katechismus ist nun eine – so hoffe ich – für die NAK verbindliche Formulierung ihrer Lehrgrundsätze zur Hand, die es allen Interessierten erlaubt, die zur seinerzeitigen Zuordnung zu „Sekten“ führenden Lehrsätze der NAK auf ihr gegenwärtiges Verständnis hin zu prüfen. Zunächst will ich einige der strittigen Lehrgegenstände beschreiben.

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Das Referat Freikirchen im Konfessionskundlichen Institut (KI) beobachtet Entwicklungen in den Freikirchen und der innerprotestantischen Ökumene auf nationaler und internationaler Ebene. Ganz unterschiedliche Quellen werden dafür genutzt: Bibliothek und Archiv des KI stellen umfangreich gedruckte Medien wie Fachbücher, Zeitschriften freikirchlicher Bünde und Kirchen, “Graue Literatur” usw. bereit. Viele Freikirchen sind in den elektronischen Medien enorm…

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