Die orthodoxen Kirchen, insbesondere diejenigen, die aus der byzantinischen Tradition hervorgegangen sind, erscheinen nach außen oft als ein Block. Aber nicht zuletzt aufgrund der Entwicklungen in der Ukraine gibt es auch hier Risse, die die Einheitlichkeit und Einstimmigkeit in verschiedener Hinsicht aufsprengen. Die diesjährige Tagung des Jungen Forum Orthodoxie beschäftigt sich mit verschiedenen Facetten der Frage nach Einheit und Vielfalt in der Orthodoxen Kirche.
Eine Einheit ist den Bemühungen um die inner-orthodoxe Einheit gewidmet, die praktisch das gesamte 20. Jahrhundert bis hin zum großen und heiligen Konzil in Kreta 2016 durchzogen. Eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielt die Herausforderung, die die Moderne für die Orthodoxie bedeutet. Und schließlich wird es um das aktuelle (einseitig) Schisma gehen, das die Situation der Orthodoxen Kirche seit wenigen Jahren prägt. Die Hauptvorträge zu diesen Themen werden von Mag. Theol. Georgios Vlantis, Dr. Vladimir Latinovic und Prof. Dr. Jennifer Wasmuth gehalten. Außerdem gibt es ein Gespräch mit Dr. Olena Bogdan, der ehemaligen Leiterin des Staatlichen Dienstes für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit in der Ukraine zur aktuellen Enwicklung der Kirchen dort.
Die Tagung steht unter dem Thema “Mehr als EIN Weg zur Rechtgläubigkeit? Einheit und Vielfalt in der Orthodoxie” und findet vom 24.-26.7. 2026 in Braunschweig statt. Eingeladen sind interessierte Studierende, Doktoranden oder Pfarrer und Pfarrerinnen in den ersten Dienstjahren aus allen Konfessionen. Das genaue Programm ist hier zu finden.
