Vom 22. bis 28. Januar 2026 weilten Dr. h.c. Christian Schad, Dr. Sigurd Rink, und Martin Bräuer D.D. in Rom. Inhalt der Begegnungen mit dem Präfekten des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, und dessen Mitarbeiter P. Dr. Augustinus Sander O.S.B. sowie mit dem ehemaligen Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, war sowohl die Frage der Abendmahlsgemeinschaft zwischen Protestanten und Katholiken als auch die 2030 zu begehende 500-Jahr-Feier des Augsburgischen Bekenntnisses. Die Beschäftigung mit der CA, darin war man sich einig, solle Anstoß sein, weitere Schritte auf die Gemeinschaft zwischen der römisch-katholischen Kirche und den aus der Reformation hervorgegangenen evangelischen Kirchen zuzugehen. Ziel sei es darum, sich konkret über die Themen Kirche, Eucharistie und Amt zu verständigen.

Treffen mit Kardinal Kurt Koch und Pater Augustinus Sander OSB.

Die Situation der evangelischen Minderheiten in Italien stand im Zentrum der Begegnung mit dem Dekan der Theologischen Fakultät der Waldenser in Rom, Prof. Dr. Lothar Vogel. Die 1855 gegründete Facolta Valdese ist die älteste Hochschule für Evangelische Theologie in Italien.

Höhepunkt der Romreise war die Teilnahme an der Vesper mit Papst Leo XIV. zum Abschluss der diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen am Sonntag, dem 25. Januar 2026, in der Basilika St. Paul vor den Mauern. In seiner Predigt betonte der Papst: „Wir sind eins! Wir sind es bereits! Erkennen wir es an, erleben wir es, bekunden wir es!“ Es sei die gemeinsame Aufgabe aller Christen, die Welt in Demut und mit Freude auf Christus hinzuweisen und sich von seinem Licht erleuchten zu lassen. Ökumene sei der gemeinsame Weg der Christusnachfolge. In diesem Gottesdienst kam es auch zur Begegnung mit Pfarrer Dr. Michael Jonas von der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Rom und dem Verantwortlichen des Lutherischen Weltbundes für ökumenische Beziehungen, Pfarrer Dr. Dirk Lange.

Am Tag darauf trafen sich Schad und Bräuer zunächst mit Prälat Professor Dr. Markus Graulich, Kirchenjurist in leitender Position im Dikasterium für die Gesetzestexte. Abschließend wurde noch die Päpstliche Universität Gregoriana besucht und intensive Gespräche mit an dieser Universität tätigen Professoren geführt.

Es waren inhaltsreiche und begegnungsintensive Tage in Rom, die erneut zeigten, wie wichtig persönliche Begegnungen für das ökumenische Gespräch sind.

Ansprechpartner

Pfr. Martin Bräuer D.D.
Referat Catholica

Telefon

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