
Pfarrer Dr. Wolfram Langpape. Foto: privat
„Durch meine vorherige Tätigkeit bei der EKD habe ich im Bereich Orthodoxie bereits vielfach mit Dagmar Heller und im Bereich Freikirchen mit Lothar Triebel zusammengearbeitet. Insofern fühlt sich der Wechsel ans Konfessionskundliche Institut in gewisser Weise so an, als wenn ich in ein bereits vertrautes Umfeld komme“, sagte Wolfram Langpape anlässlich seines Wechsels vom Kirchenamt der EKD ans KI. Dort hat er zum 1. September die Nachfolge von Dagmar Heller als Wissenschaftlicher Referent für Orthodoxie und Ostkirchenkunde angetreten.
Langpape wurde 1979 in Heidelberg geboren, ist im Odenwald aufgewachsen und hat in Neuendettelsau und Heidelberg Theologie studiert. Nach seiner Promotion in Heidelberg und einem Auslandssemester in Cambridge, UK, absolvierte er sein Vikariat in Weinheim-Hohensachsen und wurde Pfarrer der Badischen Landeskirche. Nach dem Gemeindepfarramt in Mannheim-Sandhofen, das er zeitweise in Stellenteilung mit seiner Frau Rebekka Langpape versah, wechselte er 2020 ins Kirchenamt der EKD in Hannover als Referent für Orthodoxie, Stipendien und allgemeine Ökumene. Nach der Fusion mit dem Nachbarreferat war er zusätzlich für die evangelischen Kirchen in Osteuropa zuständig.
Langpape nennt als Schwerpunkt seiner Arbeit bei der EKD „die Verbindung von Kirche und Politik in orthodoxen Ländern“. Besonders im Fokus hätten dabei die Kriege zwischen Armenien und Azerbaidschan sowie die Konflikte zwischen den beiden großen Orthodoxen Kirchen in der Ukraine vor dem Hintergrund des Krieges und der damit verbundenen politischen Richtungsentscheidungen gestanden. Zuletzt habe sich die Beobachtung der Lage der Christen in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes zu einem weiteren Schwerpunkt entwickelt.
Nun freue er sich auf die Verantwortungen, die mit seinem neuen Amt verbunden seien. Besonders hebt er dabei die Möglichkeit zur Lehrtätigkeit in den Grund- und Aufbaukursen hervor; das sei etwas, „zu dem ich seit meiner Zeit an der Universität nicht mehr die Möglichkeit hatte“, so Wolfram Langpape.
