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In Niedersachsen wird in diesem Jahr in Kooperation mit den evangelischen Landeskirchen und den römisch-katholischen Bistümern das Schulfach „Christliche Religion nach evangelischen und katholischen Grundsätzen“ eingeführt. Dieses Fach mit dem ursprünglichen Titel „Christlicher Religionsunterricht“ (CRU) tritt an die Stelle des seit langem praktizierten Konfessionell-Kooperativen Religionsunterrichts.
Künftig soll im CRU das verbindend Christliche, aber auch das konfessionell Profilierende aus einer Hand vermittelt werden. Kirchenrechtlich schließt Art. 7,3 GG, wonach die Inhalte des Religionsunterrichts in Übereinstimmung mit den Lehren der jeweiligen Religionsgemeinschaften vermittelt werden, nicht aus, dass diese sich auch auf gemeinsame Inhalte verständigen können.
Die 71. Europäische Tagung für Konfessionskunde, die vom 19. bis 20. Februar 2027 in Bensheim stattfindet, widmet sich den Fragen rund um den CRU. Dabei geht es um Fragen der religiösen Bildung im weiteren Sinne, etwa um Theorie und Praxis der Bildungsarbeit unter Kindern und Jugendlichen, die auch von Kirchen geleistet wird, die nicht am staatlich vorgehaltenen Religionsunterricht beteiligt sind.
Weiterhin geht es um Fragen der Konzeption eines Christlichen Religionsunterrichts im umfassenderen Sinne. Wie könnte dieser so gestaltet werden, dass alle im je konkreten Bundesland vorhandenen konfessionellen Perspektiven zur Geltung kommen? Und was würde dies für die Lehrkräfte und die Schulbücher bedeuten?
Neben zahlreichen Fachvorträgen zu den unterschiedlichen konfessionellen Perspektiven hält am Abend des 19. Februar der Göttinger Religionspädagoge Prof. Dr. Bernd Schröder einen Vortrag zum Thema: „Schulische religiöse Bildung in ausgewählten Ländern – eine Horizonterweiterung“.
